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Öffentlichkeits-Aktion der Hamburger Kitas: „KITA – weil Bildung mehr ist als Lernen!“

Hamburg ist das einzige Bundesland mit einem parallelen System von Vorschule und Kita. Der Hamburger Senat hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um Vorschläge zur Überwindung dieser Dualität zu entwickeln. Die Träger der Kindertagesstätten in Hamburg begrüßen diesen Schritt, weil er klare Verhältnisse schafft.
Zudem sprechen sie sich mit einer gemeinsam ausgerichteten Aktion unter dem Motto „KITA – weil Bildung mehr ist als Lernen“ für den Bildungsort Kita aus. Auch der Hamburger Landeselternausschuss LEA unterstützt die Kitas in diesem Anliegen.
Mit der Aktion „KITA – weil Bildung mehr ist als Lernen!“ informieren die Hamburger Kita-Anbieter über die Vorteile eines Angebots für Kinder im Vorschulalter aus einer Hand und die Qualität der pädagogischen Betreuung in der Kita. Rund 900 große Banner weisen an Hamburger Kindertagesstätten auf die Aktion hin. Außerdem geben Faltblätter für die Eltern Auskunft über das ganzheitlich ausgerichtete Bildungsangebot in den Kindertagesstätten.
Die Kita-Träger befürworten die vom Senat angekündigte Aufhebung der parallelen Systeme von Kita und Vorschule für die Fünfjährigen. „Bei den Eltern stiftet die doppelte Struktur häufig Verwirrung. Kita und Schule werden oft als konkurrierende Systeme wahrgenommen. Dabei sollten sie doch eigentlich zum Wohle der Kinder eng zusammenarbeiten“, so Gabi Brasch, Vorsitzende im Fachausschuss Jugendhilfe der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege AGFW. „Eine eindeutige Abgrenzung zwischen der Zeit in der Kita und in der Schule macht den besonderen Stellenwert beider Bildungseinrichtungen noch deutlicher. Außerdem werden Kosten gespart: Der hohe Verwaltungs- und Koordinierungsaufwand fällt weg, um zum Beispiel Kinder berufstätiger Eltern am Nachmittag und in den Ferien zu betreuen.“
Kitas stellen für Kinder eine vertraute Umgebung dar, die sie von klein auf kennen. Erzieherinnen, zu denen die Kinder schon früh eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln konnten, begleiten sie in ihren individuellen Bildungsprozessen. Die Hamburger Kita-Anbieter setzen sich besonders dafür ein,
- die Kinder im Alltag und durch gezielte Angebote sprachlich zu fördern,
- mathematisch-naturwissenschaftliche Grunderfahrungen zu vermitteln,
- vielfältige Bewegungsanregungen zu bieten,
- Kreativität und musische Ausdrucksmöglichkeiten zu fördern.
Sabine Kümmerle, Geschäftsführerin von SOAL: „Kitas bieten Kindern die Geborgenheit, die sie als wesentliche Grundlage brauchen, um sich zu entfalten und selbstbewusst die Welt zu erkunden. Das parallele System von Vorschule und Kita im Jahr vor der Einschulung gibt es nur in Hamburg. Bundesweit haben sich Kitas als hervorragende Bildungsorte für Kinder im Vorschulalter bewährt.“
Der Kita-Bereich kann alle Rechtsansprüche der 5-Jährigen, nämlich Bildung, Erziehung und Betreuung in der Zeit der Berufstätigkeit der Eltern, aus einer Hand erfüllen. Eine Beendigung der parallelen Angebotsstruktur führt deshalb künftig zu Kosteneinsparungen, weil die doppelte Trägerstruktur, die doppelte Raumvorhaltung und die Koordination zwischen beiden Bereichen entfallen.
Die Aktion „KITA – weil Bildung mehr ist als Lernen“ wird von den Kita-Trägern Arbeiterwohlfahrt AWO, Caritas, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz Hamburg und Paritätischer Wohlfahrtsverband (die in der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, kurz AGFW, zusammen geschlossen sind), der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten gGmbH und dem Alternativen Wohlfahrtsverband SOAL e.V. getragen.

